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Ortsgeschichte Impekoven

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600 Jahre Ramelshoven

Urkunde von 1171

 

 

600 Jahre Ramelshoven

Kleiner Geschichtsrückblick zum 600. Geburtstag von Ramelshoven am 31. Mai 2005

Der heute kleinste Ortsteil der ehemaligen Gemeinde Impekoven feiert einen runden Geburtstag. Vor genau 600 Jahren, am 31. Mai 1405 wurde dieser Ort erstmals in Urkunden erwähnt. Die Urkunde bezeugt eine Hochzeit: Dietrich von Ramelshoven heiratete Lisbeth von der Balen, die Tochter von Johann von der Balen, dem Besitzer des Burghofes Ramelshoven.

Die Geschichte des Burghofes Ramelshoven ist seit 115 Jahren auch mit der Familie Frizen verbunden. 1890 verkauften die Erben des Josef Hubert Zündorf das Gut an Kaspar Heyden aus Müggenhausen bei Weilerswist, dem Urgroßvater des jetzigen Besitzers Johannes Frizen.

Zurück zur Geschichte des Burghofes und der Ortschaft Ramelshoven. Aus der Ehe von Dietrich von Ramelshoven und Lisbeth von der Balen entstammte die Tochter Fygen, die 1430 Gotschalk von Lechenich heiratete.

Damals gehörten 18 Morgen Land, 12 Morgen Büsche und 1 Morgen Wiesen in Ramelshoven, sowie 2 Morgen Weingärten und 4 Morgen Benden in der Gemarkung Oedekoven zum Burghof.

Impekoven, Nettekoven und Ramelshoven bestanden um 1450 aus 19 Häusern. Über 170 Morgen Ackerland, 70 Morgen Büsche, 28 Morgen Wiese sowie 23 Morgen Weinland wurden bewirtschaftet. Der Wein war allerdings von einer sehr sauren Qualität, man würde ihn heute als „extra trocken“ bezeichnen.

Zurück zur Geschichte von Ramelshoven. Die weiteren Bewohner des Burghofes waren Eckard Scharpmann von Lechenich, der um 1478 Schöffe in Bonn war. Dessen Sohn Wolter Scharpmann von Lechenich hatte wiederum einen Sohn, Rembold Scharpmann von Lechenich. Dieser starb am 1. November 1555 und wurde in der Kirche von Witterschlick beerdigt. Bei Abbrucharbeiten an der Kirche fand man vor einigen Jahren eine beschriftete Grabplatte und neben Knochenresten einen Schwertgriff und Stücke von Sporen.

Mit Rembold Scharpmann von Lechenich starb dieses Geschlecht aus. Der Burghof Ramelshoven ging an Heinrich von Metternich. Dessen Sohn Albrecht heiratete Anna von Burtscheid. Einer seiner Kinder, Hans Dietrich von Metternich, wurde neuer Herr auf dem Burghof. Vermählt mit Agnes Magdalena von Schöller verwaltete er neben dem Burghof einen zweiten Hof in Witterschlick und Liegenschaften in Oedekoven. Sein Sohn Johann Wilhelm Freiherr von Metternich wird Erbe des Hofes. Er heiratete Maria Mechthilde von Orsbeck. Im Jahre 1691 heiratete deren Sohn Karl Kaspar Hugo Freiherr von Metternich Maria Anna Sophia Theresia von Metternich.

Im Jahre 1713 lebten in Impekoven 102 Menschen in 17 Häusern. Zahlen für Nettekoven und Ramelshoven liegen für diesen Zeitraum nicht vor.

1738 übernahm Johann Hugo Franz Wolfgang Freiherr von Metternich den Adelssitz Ramelshoven und heiratete Maria Anna von Harf zu Dreiborn. Zwei Töchter ließen dieses Geschlecht im Mannesstamm aussterben.Der Burghof Ramelshoven und das Gut in Witterschlick gelangten als Erbe zu gleichen Teilen an die Töchter. Anna Maria von Metternich heiratete 1790 Nicolaus Sigismund von Roth. Clemens Freiherr Zeno von Dorth heiratete 1748 die zweite Tochter Sophia Theresia von Metternich. Die Bewirtschaftung des Burghofes wurde durch verschiedene Pächter übernommen. 1795 ist in einem Schriftstück der Pächter Hubert Werber genannt.

Durch Erbe blieb der Burghof lange Zeit im Besitz der Familien von Roth und von Dorth. Um 1820 pachtete der Schwiegersohn von Hubert Werber, Johann Lieberz, das Gut in Ramelshoven. Dieses Pachtverhältnis dauerte bis 1854. Der neue Pächter hieß Wahlen, der jetzt wieder beide Güter bewirtschaftete.Durch Verkauf gelangte der Burghof Ramelshoven in den Besitz von Baron Carnap Bornheim, der wiederum 1859 das Gut an die beiden Kölner Herren Krone und Devents verkaufte. Als Pächter wird bis 1869 Johann Werres genannt. Neuer Besitzer des Burghofes wurde 1869 Peter Josef Hubert Zündorf, von dessen Erben das Gut 1890 an Kaspar Heyden ging.

Die Einwohnerstatistik zeigte für das Jahr 1881 für Impekoven 167, für Nettekoven 23 und für Ramelshoven 53 Bewohner.

In den Jahren 1803 bis 1813 wurden die rheinischen Gebiete, zu dieser Zeit unter französischer Verwaltung, durch den Ingenieur-Geographen Oberst Tranchot vermessen. Nach dem Ende der französischen Herrschaft im Rheinland führten preußische Offiziere unter Generalmajor Freiherr von Müffing diese Aufzeichnungen bis 1820 weiter. Dabei entstand eine handkolorierte Karte, die einen Einblick in die Landschaft vermittelte. In dem im Flyer abgedruckten Kartenausschnitt sind neben dem Burghof noch die dahinter liegenden Gebäude, vermutlich die ehemalige Wasserburg, zu erkennen. Diese Gebäude bestehen heute nicht mehr.

Der Ortsname Ramelshoven wurde in einer Urkunde aus dem Jahre 1405 als „Rammelshoven“ erwähnt. Mit einem oder zwei „m“ findet man den Ortsnamen in späteren Urkunden. Der Ursprung des Namens Ramelshoven ist wahrscheinlich eine Zusammensetzung aus dem Wörtern „Ramen“ und „Loh“. Mit Ramen bezeichnete man früher die Rebstöcke. Loh ist ein alter Name für Wald und Busch. Der Name „Rame-Lohs-Hoven“ weist auf einen Ort hin, in dem Rebstöcke für den in dieser Gegend intensiv betriebenen Weinbau geschlagen werden. So entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte aus Rame-Lohs-Hoven das heute bekannte Ramelshoven.

Dieser alte Ortsname wird in neuen Karten nicht mehr erwähnt. Seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 ist dieser Ortsteil von Alfter nur noch als Impekoven ausgeschildert.Auch die vor einigen Jahren vom Mottekopf angeregte und später ausgeführte Beschilderung der Ortsteile mit ihren alten, richtigen Namen besteht zum größten Teil auch nicht mehr.

Die Redaktion des Mottekopf, einer bis 1993 regelmäßig in Impekoven, Nettekoven und Ramelshoven erscheinenden kleinen Zeitung, gratuliert den Bewohnern von Ramelshoven zu ihrem Jubiläum.

Feiern Sie dieses runde Jubelfest alleine im kleinen Kreis, denn von der Gemeinde Alfter, zu der Ramelshoven gehört, ist nichts zu erwarten. Die hat ja schon den 1200. Geburtstag von Oedekoven verschlafen, wenn der Mottekopf sie nicht geweckt hätte.

Diese kleine Ortsgeschichte von Ramelshoven ist entstanden aus verschiedenen Quellen. Die grünen Bücher über die einzelnen Ortsteile, herausgegeben von der Gemeinde Alfter, die Esser-Chronik von Witterschlick und Zeitungsberichte des General Anzeigers Bonn zu den Ursprüngen der Ortsnamen waren dabei eine Hilfe. Die Richtigkeit der Angaben kann ich allerdings nicht garantieren.

V.i.S.d.P. Nikolaus Nolden, Tel: 0228/ 74 83 865

Aktuelle Fotos von Ramelshoven im Mai 2005

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